Hochzeit
Die 20 wichtigsten Fragen an euren Hochzeits-DJ vor der Buchung
Ein Kennenlerngespräch sollte mehr klären als Termin und Preis. Diese 20 Fragen helfen euch, Leistung, Arbeitsweise und Ausfallsicherheit zu prüfen.

Beim ersten Gespräch mit einem Hochzeits-DJ geht es nicht darum, zwanzig Fragen möglichst schnell abzuhaken. Ihr wollt herausfinden, ob Arbeitsweise, Leistung und Kommunikation zu eurer Hochzeit passen. Gute Antworten sind konkret. Der DJ erklärt, wie er vorgeht, nennt Grenzen und hält wichtige Vereinbarungen später schriftlich fest.
Ich lege seit 2017 auf und erlebe im Vorgespräch oft, dass Paare zuerst nur nach Preis und Verfügbarkeit fragen. Beides ist wichtig. Für den Hochzeitstag sind aber Ausfallsicherheit, Musikverständnis, Technik und Ablauf mindestens genauso relevant. Die folgenden Fragen könnt ihr direkt als Gesprächsleitfaden nutzen.
Schickt die Liste nicht zwingend vorab als Fragebogen. In einem Gespräch merkt ihr besser, ob Antworten aus konkreter Erfahrung kommen. Lasst den DJ erzählen und fragt an den Stellen nach, die euren Ablauf betreffen. Bei einer freien Trauung sind zum Beispiel Mikrofone und ein zweites Setup wichtiger als bei einer Feier, die vollständig in einem Saal stattfindet.
1. Wie viele Hochzeiten hast du bereits gespielt?
Die Anzahl zeigt, wie vertraut der DJ mit typischen Abläufen und Verschiebungen ist. Eine gute Antwort nennt einen nachvollziehbaren Erfahrungsrahmen und erklärt, welche Arten von Hochzeiten er begleitet hat. Die reine Zahl reicht nicht: Fragt nach einem Beispiel, bei dem der Zeitplan spontan angepasst werden musste.
2. Spielst du selbst oder kann ein anderer DJ kommen?
Ihr solltet wissen, wer am Hochzeitstag tatsächlich am Pult steht. Bei Agenturen oder Teams kann ein anderer DJ vorgesehen sein. Das ist in Ordnung, wenn es transparent ist und ihr die Person vorher kennenlernt. Vage Formulierungen wie „jemand aus unserem Team“ reichen für eine persönliche Buchung nicht.
3. Was passiert, wenn du krank wirst?
Niemand kann Krankheit ausschließen. Entscheidend ist ein realistischer Plan. Eine gute Antwort beschreibt, ob es ein Netzwerk geeigneter Ersatz-DJs gibt, wie eure Musikwünsche und Ablaufinformationen übergeben werden und wer euch informiert. Ein pauschales „Ich werde nie krank“ ist kein Ausfallkonzept.
4. Welche Ersatztechnik hast du dabei?
Zentrale Komponenten können ausfallen. Fragt nach Reserve für Musikquelle, Kabel und wichtige Signalwege. Ihr braucht keine Inventarliste mit Modellnummern. Gut ist eine verständliche Erklärung, welche Teile vor Ort ersetzt oder überbrückt werden können, ohne dass der Abend länger unterbrochen wird.
5. Welche Musikrichtungen spielst du?
Eine lange Genre-Liste sagt wenig über Übergänge aus. Fragt, wie der DJ unterschiedliche Musikwelten verbindet. Als Open Format DJ arbeite ich mit Stimmung, Tempo und Bekanntheit, statt den Abend in starre Blöcke zu teilen. Bei multikulturellen Hochzeiten ist zusätzlich wichtig, ob der DJ sich auf verschiedene Familien und musikalische Traditionen vorbereitet.
6. Wie gehst du mit Musikwünschen der Gäste um?
Gästewünsche können eine Party öffnen, müssen aber zum vereinbarten Rahmen passen. Eine gute Antwort erklärt, dass Wünsche geprüft und passend eingeordnet werden. Der DJ sollte weder jeden Titel ungefiltert spielen noch Gäste grundsätzlich abweisen. Eure Vorgaben haben Vorrang.
7. Können wir No-Go-Songs festlegen?
Ja sollte die klare Antwort sein. Besprecht Musikrichtungen und einzelne Songs, die nicht laufen sollen. Klärt auch, ob Wünsche von Trauzeug:innen diese Liste überschreiben dürfen. Gute Vorbereitung bedeutet, dass eure Sperrliste dokumentiert und am Abend nicht spontan zur Verhandlung gestellt wird.
8. Wie viel moderierst du?
Manche Paare möchten nur Eröffnungstanz und Buffet ankündigen lassen, andere wünschen mehr Begleitung. Der DJ sollte seinen Stil beschreiben und sich auf euren Wunsch einstellen können. Eine gute Antwort nennt konkrete Situationen. Ihr solltet wissen, ob sachliche Ansagen oder eine aktive Moderation vorgesehen sind.
9. Wann beginnt und endet die vereinbarte Spielzeit?
Fragt nach exakten Uhrzeiten und danach, ob Aufbau oder Pausen zur gebuchten Zeit zählen. „Acht Stunden“ ist erst eindeutig, wenn zum Beispiel 18 bis 2 Uhr im Vertrag stehen. Prüft, ob Dinner, Programmpunkte und die gewünschte Party damit tatsächlich abgedeckt sind.
10. Was kostet eine Verlängerungsstunde?
Preis und Abrechnungseinheit sollten vorab feststehen. Fragt auch, bis wann ihr euch am Abend entscheiden müsst und ob der DJ grundsätzlich länger bleiben kann. Eine gute Regel berücksichtigt die Sperrstunde der Location und verhindert eine Preisverhandlung nach dem letzten Song.
11. Wie viel Zeit brauchst du für den Aufbau?
Der Aufwand hängt von Zugang, Raum und Technik ab. Gute Antworten beziehen Ladeweg, Etage, Aufzug und Soundcheck ein. Der DJ sollte rechtzeitig fertig sein, ohne den Empfang oder das Dinner mit Transportwegen zu stören. Bei mehreren Bereichen muss geklärt werden, ob ein zweites Setup nötig ist.
12. Welche Licht- und Tontechnik ist enthalten?
Lasst euch erklären, welche Gästezahl und Raumgröße das Setup abdeckt. Bei meinen Hochzeitspaketen sind Sound und Licht enthalten, werden aber an die Location angepasst. Eine gute Antwort spricht über Tanzfläche, Raumform und Lautstärkeregeln – nicht allein über Wattzahlen.
13. Bringst du Funkmikrofone mit?
Für Reden und Ansagen ist ein Funkmikrofon praktisch. Fragt, ob es enthalten ist, wie viele Mikrofone vorgesehen sind und in welchem Bereich sie funktionieren. Bei einer freien Trauung an einem anderen Ort kann ein separates System erforderlich sein.
14. Was brauchst du von der Location?
Typische Punkte sind Zugang, Stellfläche, Strom, Wetterschutz bei Außenbereichen und Informationen zu Limitern oder Sperrstunden. Eine gute Antwort ist konkret und wird rechtzeitig mit der Location abgestimmt. Offene Kabelwege oder ein ungeklärter Außenaufbau sollten nicht erst am Hochzeitstag auffallen.
15. Wie läuft das Vorgespräch ab?
Fragt, wann das Detailgespräch stattfindet und welche Informationen vorbereitet werden sollen. Sinnvoll sind Ablauf, Ansprechpartner:innen, Musikschwerpunkte, Wunschliste und No-Go-Songs. Gute DJs erklären auch, wie Änderungen nach dem Gespräch übermittelt werden und wann die Planung abgeschlossen sein sollte.
16. Wie bereitest du den Eröffnungstanz vor?
Gebt Titel und gewünschte Version eindeutig an. Wenn der Song gekürzt oder an einer bestimmten Stelle gestartet werden soll, braucht der DJ die fertige Vorgabe rechtzeitig. Eine gute Antwort klärt außerdem, wie der Tanz angekündigt wird und welcher Song anschließend die Tanzfläche für alle öffnet.
17. Was gilt, wenn wir absagen oder verschieben müssen?
Ausfall- und Verschiebungsregeln gehören vor der Buchung auf den Tisch. Fragt nach Fristen, Kosten und dem Umgang mit einer Anzahlung. Gute Antworten verweisen auf klare Vertragsklauseln, statt eine spätere Einzelfallentscheidung zu versprechen.
18. Bekommen wir einen schriftlichen Vertrag?
Datum, Ort, Beginn, Dauer, Preis und Leistungen sollten schriftlich festgehalten werden. Dazu gehören Zahlungsplan, Storno, Verlängerung und mögliche Zusatzkosten. Ein Vertrag schützt beide Seiten und verhindert, dass unterschiedliche Erinnerungen an ein Messenger-Gespräch entstehen.
19. Welche Zusatzkosten können entstehen?
Fragt nach Anfahrt, Parken, Übernachtung, zusätzlichen Technikbereichen und Verlängerung. Auch optionale Leistungen gehören getrennt ausgewiesen. Bei mir sind zum Beispiel Fotobox, Uplighting, Live-Musiker oder Effekte Add-ons. Eine gute Antwort trennt das Grundpaket klar von Extras.
20. Wie sieht der Zahlungsplan aus?
Klären solltet ihr Höhe und Fälligkeit der Anzahlung, Termin der Restzahlung und Rechnungsstellung. Gute Antworten stimmen mit dem Vertrag überein. Zahlt nicht den vollständigen Betrag lange im Voraus, wenn Leistung, Storno und Rückzahlung nicht geregelt sind.
Wie wertet ihr das Gespräch aus?
Notiert direkt danach, welche Antworten konkret waren und wo Punkte offenblieben. Vergleicht mehrere DJs anhand derselben Fragen. Preis, Spielzeit, Technik und persönlicher Eindruck gehören zusammen. Entscheidend ist, ob ihr der Person zutraut, bei einer Verschiebung ruhig zu handeln und musikalische Entscheidungen innerhalb eurer Vorgaben zu treffen.
Teilt eure Notizen in drei Gruppen: schriftlich geklärt, mündlich geklärt und noch offen. Alles, was Preis, Zeit, Leistung oder Ausfall betrifft, sollte vor der Buchung in Angebot oder Vertrag stehen. Musikalische Details können im späteren Planungsgespräch ergänzt werden. So blockiert ihr die Entscheidung nicht mit Fragen, die heute noch keine endgültige Antwort brauchen.
Achtet auch darauf, ob der DJ euch Rückfragen stellt. Gästegruppen, kulturelle Hintergründe, Location und gewünschte Moderation beeinflussen seine Arbeit. Wer nur das eigene Paket erklärt, ohne euren Ablauf verstehen zu wollen, hat noch keine belastbare Grundlage für ein passendes Angebot.
Eine gute Antwort beschreibt einen Ablauf. Eine vage Antwort verspricht nur, dass alles klappen wird.
Diese 20 Fragen können wir in einem kostenlosen Kennenlerngespräch direkt durchgehen. Schreibt mir dafür am besten per WhatsApp mit Datum, Location und eurer geplanten Gästezahl.
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